Wer kennt die religiösen Feiertage im Mai und Juni?

Frühling mit dem Kamishibai

Einige Wochen nach Ostern – meistens im Mai bis Mitte Juni – gibt es verschiedene Feiertage: Sie heißen Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam.  Das Kamishibai erzählt in Bildern von den Hintergründen dieser Fest.

Christi Himmelfahrt: Mit einer Wolke in den Himmel

In der Bibel wird erzählt, wie Jesus nach Ostern immer wieder seinen Freunden erschienen ist. 40 Tage nach seiner Auferstehung sprach er ein letztes Mal mit ihnen, dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken“. Als Andenken daran gibt es das Fest Christi Himmelfahrt, das 40 Tage nach Ostern gefeiert wird. Bevor er in den Himmel aufstieg, hatte Jesus seinen Freunden versprochen: „Ich bleibe immer bei euch, auch wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt. So wie ihr das Licht der Sonne am Himmel spüren könnt, so könnt ihr mich immer ganz nah bei euch spüren.“

Pfingsten: Ein Sturm, der Mut macht

Christen stellen sich Gott auf verschiedene Weise vor: Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat. Gott, der in Jesus ein Mensch geworden ist, um den Menschen nahezukommen. Und Gott, der als Geist für jeden Menschen erfahrbar ist. Nach Jesus’ Rückkehr in den Himmel hatten seine Freunde Angst, seine Botschaft weiterzuerzählen. Doch am Pfingsttag, 50 Tage nach Ostern, kam der Geist Gottes wie im Sturm zu ihnen gebraust. Plötzlich wurden sie mutig und gingen nach draußen, um allen Menschen von Jesus zu erzählen. Viele wurden mitgerissen von der Begeisterung der Jesusfreunde und wurden auch Christen. Deshalb gilt das Pfingstfest auch als Geburtstag der Kirche.

Fronleichnam: Ein Fest für das heilige Brot

Fronleichnam bedeutet „der Leib des Herrn“ und wird draußen unter freiem Himmel gefeiert. Dort ist ein Altar aufgebaut, um den sich alle versammeln, um gemeinsam eine Prozession zu bilden. Der Priester und die Messdiener gehen voran. Der Priester trägt ein goldenes, geschmücktes Gefäß mit dem heiligen Brot, einer Hostie, darin. Über ihn ist ein schön verziertes Tuch wie ein Zeltdach gespannt, das vier Messdiener an Stäben tragen. Immer wieder hält der Menschenzug an mit Blumen geschmückten Stationen. Dort beten alle gemeinsam. Alle, die mitgehen in der Prozession, und alle Zuschauer werden so daran erinnert, dass alle Christen das heilige Brot essen sollen, um Jesus ganz nah zu sein. Für alle, die in der Bibel nachsehen wollen: Dieses katholische Fest hat ihren Ursprung im Mittelalter, nicht jedoch in der Bibel.

Maiandachten: Beten zu Maria

Im Mai gibt es zusätzlich zu den normalen Gottesdiensten auch Maiandachten. Dabei treffen sich katholische Christen in der Kirche, um vor einem geschmückten Marienbild gemeinsam zu beten und zu singen. Sie erinnern so daran, dass Maria die Mutter von Jesus war. Sie war auch eine der Ersten, die ihm glaubten, dass er der Sohn Gottes ist.

Der Jahreslauf ist geprägt von verschiedenen Festen religiösen Ursprungs, die meistens auf biblischen Geschichten fußen. Im Kamishibai, das dauerhaft in der Einrichtung aufgestellt wird, können diese religiösen Feiertage erinnert werden.